Neujahrsempfang der logo 2012 am 31.01.2012 im Rathaus

  • Prof. Dr. Bengt Beutler (unifreunde) Prof. Dr. Wilfried Müller (Universität Bremen) Prof. Dr. Joachim Treusch (Jacobs University)
  • von l. nach r. Prof. Dr. Guiseppe Abreu, Prof. Dr. Wilfried Müller, Bürgermeister Jens Böhrnsen, Prof. Dr. Ingeborg Zerbes, Prof. Dr. Bengt Beutler, Prof. Dr. Joachim Treusch
  • Begrüßung durch Bürgermeister Jens Böhrnsen
  • Festakt in der oberen Rathaushalle
  • Prof. Dr. Bengt Beutler
  • Begrüßung
  • Prof. Dr. Wilfried Müller
  • Prof. Dr. Wilfried Müller
  • Prof. Dr. Joachim Treusch
  • Prof. Dr. Joachim Treusch
  • Andreas Kottisch, Mitglied des Vorstandes des community bremen - Alumni Netzwerks der Universität Bremen
  • Prof. Dr. Bengt Beutler, Bürgermeister Jens Böhrnsen, Bürgermeisterin Karoline Linnert, Uwe Nullmeyer, Senatorin Renate Jürgens - Pieper
  • Petar Percovic, Präsident der Alumni der Jacobs University
  • Prof. Dr. Bengt Beutler
  • Prof. Dr. Jaoachim Treusch, Uwe Nullmeyer
  • Petar Percovic
  • Harald und Ariane Berghöfer, Peter Hoedemaker
  • Prof. Dr. Bengt Beutler, Walter Messerknecht, Michael Bömers
  • Staatsrat Joachim Schuster, Prof. Dr. Joachim Treusch
  • Prof. Dr. Rolf Drechsler, Uwe Nullmeyer
  • Prof. Dr. Wilfried Müller
  • Wolfgang Zimmermann, Kathrin Folkerts

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Grußworte von

Herrn Prof. Dr. Wilfried Müller, Rektor der Universität Bremen

Herrn Prof. Dr. Joachim Treusch, Präsident der Jacobs University Bremen

Herrn Andreas Kottisch, Mitglied des Vorstandes des community bremen

Herrn Petar Perkovic, Präsident der Jacobs University Alumni Association

 

Grußwort von Herrn Prof. Dr. Wilfried Müller, Rektor der Universität Bremen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Böhrnsen, sehr geehrte Frau Bürgermeisterin Linnert, sehr geehrte Frau Senatorin Jürgens-Pieper, sehr geehrter Herr Senator Lohse, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Neuberufene, liebe Studierende, last but not least: lieber Herr Beutler.


Ich begrüße Sie im Namen der Universität Bremen  zum Neujahrsempfang der Uni-Freunde des Jahres 2012. Herzlichen Dank an Herrn  Beutler und die Uni-Freunde uns erneut diese Gelegenheit zu geben, das Neue Jahr mit den Uni-Freunden in diesem feierlichen Ambiente zu feiern.


2011 war ein Jahr intensiver Arbeit, großer Erfolge, einiger weniger Enttäuschungen, das Jahr der Vorbereitung unserer Anträge zur Exzellenzinitiative, aber auch ein Jahr der Jubiläen:


10 Jahre: Jacobs University, 40 Jahre Universität Bremen, 50 Jahre Uni-Freunde, nicht vergessen sollten wir: 20 Jahre Rüdiger Kück Kanzler der Universität Bremen.


Die 40 Jahres-Feiern der Universität Bremen haben viele dazu verleitet „von ….zu“ Titel zu erfinden, einige Beispiele will ich Ihnen nennen: so hat der Autor des Films „40 Jahre Uni Bremen“ Michael Wolff, Absolvent unserer Uni, „Von Marx zu Darwin“ getitelt und unser Konrektor Rolf Drechsler ,einer der entscheidenden Akteure unseres Antrages zur Exzellenzinitiative „Von Woodstock nach Woods- Hole“, dem großen amerikanischen Zentrum der Meeresforschung. Sie sehen, diese Uni hat in den letzten vierzig Jahren ihre Phantasie nicht verloren.

Kurz die Leistungsbilanz des letzten Jahres 2001: wieder über 90 Millionen Euro Drittmittel, wieder 3 000 Absolventen und wieder  300 Promotionen,


dazu ein erfolgreicher Antrag unserer Konrektorin für Studium und Lehre Frau Schelhowe zum Forschenden Lernen, der in den nächsten 5 Jahren 9 Millionen aus dem sogenannten Qualitätspakt von Bund und Ländern in unsere Kassen spült.


Und schließlich last but not least: die größte Zahl an Erstsemestern in der Uni-Geschichte mit ca. 5 200 Studierenden im ersten Hochschulsemester – eine Reaktion auf die doppelten Abiturjahrgänge in Deutschland, zuletzt in Niedersachsen – finanziell unterstützt aus dem sogenannten Hochschulpakt von Bund und Ländern.


Kommen wir zum Jahr 2012: ein Jahr der Entscheidungen und Weichenstellungen:


Ich mache gleich dort weiter, wo ich eben aufgehört habe: Nächstes Jahr wird es einen doppelten Abiturjahrgang in Bremen geben, und wir werden erneut uns bemühen, sehr viele Studierende aufzunehmen, ohne unsere Qualitätsstandards zu senken. Das ist ein Gebot der intergenerativen Gerechtigkeit. Diese Generation von Abiturienten darf einfach nicht vor verschlossenen NC-Türen stehen, sondern muss ihren Wünschen und Fähigkeiten gemäß studieren können – auch wenn es finanziell allen Beteiligten schwer fällt.


2012 ist das Jahr der Entscheidung in der Exzellenzinitiative: nach dem wir im April 2011 erfahren haben, dass unser Vor-Antrag positiv bewertet worden ist, heißt: dass wir unter 22 Konkurrenten zu den sieben Universitäten gehören, die den Vollantrag zum 1. September 2011 stellen dürfen, haben das Rektorat sowie zwei Kollegen der Zentralen Verwaltung, unterstützt von einer Beratergruppe von sehr erfahrenen und erfolgreichen Forscher/-innen (auch Herr Dr. Dörhage aus der Wissenschaftsbehörde hat geholfen) sowie Dekaninnen und Dekanen zunächst zum 1. September  den Vollantrag auf Deutsch und Englisch geschrieben und  dann gemeinsam mit vielen weiteren Mitgliedern, insgesamt 100, unserer Universität in vielen Sitzungen auf die Anhörung durch 14 Gutachter/-innen (weitgehend au, s dem Ausland) am 17. Und 18. Januar  gedanklich eingestellt und vorbereitet.


Parallel zum Antrag in der sogenannten 3. Linie sind zwei Fortsetzungsanträge von MARUM und seinen Kooperationspartnern als Exzellenzcluster (2. Linie) sowie von der BIGSSS, der gemeinsamen Graduiertenschule von Jacobs und der Uni (1. Linie) geschrieben worden; auch diese Begutachtungen waren in den letzten zwei bis drei Wochen. Eine Erläuterung: Als ganze Universität können wir nur erfolgreich sein, wenn die beiden Einzelanträge von MARUM und BIGSS sich durchsetzen bzw. erfolgreich sind.


In unserem Antrag hat sich die Kooperation mit Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen als positiv herausgestellt. Ich danke vor allem den Repräsentanten der außeruniversitären Forschungseinrichtungen: vom MPI, Herr Amann, dem ZMT, Frau Westphal , dem AWI, Frau Lochte, Frau Boetius ,dem IFAM, Herrn Busse, dem DLR, Herrn Dittus, dem DFKI , Herrn Kirchner; um nur einige zu nennen. Ich bin auch sicher, dass die Kooperation mit den Unternehmen der Region wichtiger werden wird. Ich danke vor allem den Repräsentanten der Unternehmen BEGO , Herr Weiß, AIRBUS , Dr. Walter), und vor allem OHB, dem Ehepaar Fuchs, die seit langer Zeit mit unserer Universität zusammenarbeiten. Und schließlich danke ich Frau Simon als Präsidentin der Universität Oldenburg, Herrn Weiler als Rektor des Hanse-Wissenschaftskolleg und vor allem Herrn Treusch von der Jacobs University, die schließlich den gemeinsamen Antrag unserer Graduiertenschule BIGSSS zu 30% mitträgt. Herzlichen Dank Herr Treusch für Ihre aktive Unterstützung unseres Exzellenzinitiativen-Antrages.

Insgesamt habe ich nach den Begutachtungen ein gutes Gefühl. Wir können es schaffen. Mitte Juni werden wir erfahren, ob und welche Anträge erfolgreich sind.


2012 wird auch ein Jahr  der ersten Maßnahmen auf eine interkulturell vielfältiger werdende Universität. Die neue Konrektorin für Internationalität und Interkulturalität, Frau Karakasoglu hat ihr Amt unter der Perspektive „Kulturelle Vielfalt als Chance“ angetreten, und das wird das neue Leitbild für unseren Campus werden. Hier können wir sicherlich noch einiges von der Jakobs –University lernen.


Bremen hat kein oder wenig Geld, aber gute Kooperationsbeziehungen, um die uns viele beneiden: Bedanken möchte ich mich bei dem Präsidenten des Senats, der Finanzsenatorin und der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit, die unsere Anträge zur Exzellenzinitiative – politisch und auch finanziell – voll unterstützt haben. Daß der Fonds , aus dem für den Fall des Sieges die Finanzierung unserer Antrages in der Exzellenz-Initiative vorgenommen wird, nicht Chancen-Fonds, sondern Risiko-Fonds heißt, das nehme ich Ihnen nicht übel.


Für mich als Rektor war es ein erhebendes Gefühl zu erleben, wie viele Mitglieder dieser Universität und unserer Kooperationspartner in den letzten Wochen und Monaten hinter unserem Antrag gestanden haben. Noch nie haben so viele Menschen sich den Kopf über die Zukunft der gesamten Universität zerbrochen. Wir können zu Recht sagen: das Team ist der Star.


Meine Damen und Herren, und noch eine wichtige Entscheidung des Jahres 2011 wird im Jahre 2012 umgesetzt werden. Ab 1.9.2012 wird Prof. Dr. Scholz-Reiter meine Nachfolge als Rektor antreten; für mich ist nach zehn Jahren dieses also der letzte Neujahrsempfang als Rektor. Abschied nehmen müssen wir aber noch nicht voneinander: Einladen darf ich Sie alle zum 20. Juli dem Sommerfest, das auch mein Abschiedsfest sein wird.


Zum Schluss ein Ratschlag, an den ich mich seit einigen Jahren mit Erfolg  halte: Suchen Sie sich zum Jahresbeginn das Horoskop aus, das Ihnen zusagt, und dann handeln Sie danach. Herzlichen Dank.

 

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Grußwort von Herrn Prof. Dr. Joachim Treusch, Präsident der Jacobs University Bremen

 

Lieber Herr Bürgermeister Böhrnsen,
lieber Herr Beutler, lieber Herr Müller,
liebe Unifreunde, Kolleginnen und Kollegen,
Studierende von Universität und Jacobs University,
meine sehr verehrten Damen und Herren,

seit ich zum ersten Male nach Bremen kam, habe ich erfahren,
wie oft der Wahlspruch, der den gegenüber liegenden Schütting ziert, in Bremer Reden –
insbesondere in dieser schönen Oberen Rathaushalle - vorkommt:

Buten un binnen, wagen un winnen.

Das hat mir gefallen, das hat mich beeindruckt, und ich habe mich vor mehr als fünf Jahren von Bremen gerne in die Pflicht nehmen lassen, ein wunderbares Bremer Wagnis ein Stück auf dem Weg zum winnen zu begleiten, genauer gesagt zu leiten.


Denn: alleine das Zuschauen bei buten un binnen reicht nicht - auch nicht in Bremen, und nur da kann man es wirklich empfangen. Noch kein Wagnis, das ja per Definition ein Risiko enthält, ist durch Zuschauen allein je zum Gewinn geführt worden.


Gestatten Sie mir also, dass ich den Medienwirbel der letzten Wochen und Tage und die erstaunlich erfahrungsgesättigten Weisheiten der geschätzten Kollegen, die man dabei lesen konnte, eher als Ermun-terung betrachte, auf dem Wege des Wagens mutig weiter zu gehen.


Der Gewinn ist groß - für Bremen und darüber hinaus - und dazu möchte ich Ihnen gut zehn Jahre nach dem Start einige Worte sagen.


Als ich der Vision der Gründer unserer University Mut bescheinigte, wurde das von der Interviewerin als Kritik verstanden.
Welch ein Missverständnis!
Könnte man einem Bremer - sei er nun Rektor der Universität oder Bürgermeister, gar Zugereister wie die Herren Lüst und Schaumann - ein höheres Lob sagen, als „mutige Visionen“ zu haben.


Das mag in Hamburg anders sein. Das kann ich noch nicht wirklich beurteilen.
Helmut Schmidt hat einmal gesagt:
„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“.
Ich habe immer dagegen gehalten:
„Wer keine Visionen mehr hat, braucht auch keinen Arzt mehr.“ Im Falle der privaten Bremer „Elite-Universität“ waren wir beide uns aber immer einig:


„Jede Elite muss zugleich eine Elite der Verantwortung sein!“
Und: Wir tragen die Verantwortung, dass diese Elite gedeiht.


Das war und ist die mutige Vision:
im Zeitalter der Globalisierung und der globalen Herausforderungen
die Jugend der Welt, den wissenschaftlichen Nachwuchs, die „global leaders of tomorrow“ zusammen zu bringen, sie miteinander über Fachgrenzen, über nationale Grenzen, über Grenzen der Kulturen und der Institutionen hinweg lernen und forschen zu lassen;
förderlich für Bremen,
anregend für Deutschland,
fruchtbar für die Welt.


Es war ein großes Vergnügen, gestern zusammen mit Herrn Bürgermeister Böhrnsen die Bürgermeisterin unserer chinesischen Partnerstadt Dalian in der „Güldenkammer“ zu empfangen. Erst drei Wochen zuvor hatte sie mich zu Ehren der Jacobs University in Dalian zu einem festlichen Abendessen eingeladen, um den Kooperationsvertrag zwischen der Jacobs University und einem
zweiten Gymnasium in Dalian zu feiern. Den ersten Vertrag hatte ich in Gegenwart von Herrn Bürgermeister Böhrnsen im Oktober 2010 in Dalian unterzeichnet.
Welch eine Zukunft!
Die besten Gymnasien Chinas - in Beijing, Shanghai, Suzhou, Shenyang und Dalian - schicken ihre begabtesten Schüler und Schülerinnen nicht mehr nach Harvard, Yale, Oxford oder Cambridge, sondern nach Bremen. Und dabei spielen neben der in Rankings anerkannten Ausbildungs- und Forschungsqualität Sie, die Unifreunde und die vielen Gasteltern, eine wichtige Rolle, wie ich von den Studierenden und ihren Eltern - aber auch vom chinesischen Wissenschaftsminister, meinem Freund Professor Wan Gang, und den Bürgermeistern all dieser Millionenstädte - immer wieder erfahre. Dank dafür!


Das war China - nur ein Beispiel, wenn auch ein besonders gewichtiges.


Die USA sind ein anderes: 10% unserer freshmen kommen heute aus den Vereinigten Staaten, nicht gerechnet die über zwanzig Gaststudenten vom Lafayette College, die gerade ihr Auslandssemester bei uns verbringen. Welcome Professor Yu.
Harvard, Yale und MIT werben um unsere Absolventen.
Jeder ist ein Botschafter Bremens in der Welt.


Insgesamt 111 Nationen sind inzwischen auf dem Campus der Jacobs University vertreten. Auch sie künftige Botschafter Bremens.


Ist es ein Wunder, dass Bremen inzwischen anerkanntermaßen die Nummer 1 unter den Bundesländern ist, was die Ausbildungserfolge ausländischer Studierender angeht? Ist es ein Wunder, das dies das Interesse des Auslands auch an der Bremer Wirtschaft steigert? Ist es ein Wunder, dass Dalian gestern ein beredtes Beispiel dafür lieferte!


Ein paar Zahlen und Fakten zum Abschluss:
Im September 2011 feierte die Jacobs University ihren zehnten Geburtstag:
1335 Studierende aus 111 Nationen,
mit 280 „freshmen“ der stärkste Jahrgang, der je sein Studium bei uns begann,
mit über 400 PhD-Studierenden,
mit 127 renommierten Professorinnen und Professoren aus aller Welt und mit einem Stab begeisterter und einsatzfreudiger Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Gemeinsam freuen wir uns über den Unternehmenspreis 2011 des Wirtschaftsrats Bremen Nord und über das großzügige, von der Handelskammer initiierte Millionen-Geburtstagsgeschenk der Bremer Wirtschaft.


Qualität und Quantität der wissenschaftlichen Veröffentlichungen haben internationalen Standard erreicht,
der Drittmittelumsatz hat sich seit 2007 mehr als verdoppelt und liegt mit 12 Mio € für 2011 bereits über dem Bundesdurchschnitt.
Das mittlere Alter der Bachelor-Absolventen liegt unter 22 Jahren, ihre Erfolgsquote deutlich über 90%.
Kein Wunder, dass die Jacobs University im deutschlandweit wichtigsten Ranking, dem des Centrums für Hochschulentwicklung, in fast allen von ihr angebotenen Fächern an der Spitze liegt.


Fast noch wichtiger aber für uns und Bremen ist es, dass wir einen substantiellen Beitrag liefern dafür, dass die Universität Bremen eine echte Chance hat, zur Exzellenzuniversität zu werden. Wir wünschen es ihr von Herzen.
Der Erfolg wäre ein weiterer Beweis dafür, dass Bremen auf die richtige Karte gesetzt hat mit der Entscheidung, Stadt der Wissenschaft sein zu wollen und den Einsatz dafür zu wagen.


Ich danke allen, die dabei helfen und geholfen haben: den unifreunden, dem Rathaus, der Handelskammer, der Jacobs Foundation, der Reimar Lüst Stiftung und unseren Alumni, den persönlichen Freunden und Förderern und denen aus Unternehmen der Wirtschaft und der Industrie, den Banken und der Sparkasse und auch denen aus Wissenschaft und Forschung.


Lassen Sie uns gemeinsam wagen un winnen!

 

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Grußwort von Herrn Andreas Kottisch, Mitglied des Vorstandes des community bremen


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Böhrnsen,
liebe Frau Bürgermeisterin Linnert,
sehr geehrte Frau Senatorin Jürgens-Pieper,
sehr geehrter Herr Senator Lohse,
liebe Kolleginnen und Kollegen aus der Bremischen Bürgerschaft,
sehr geehrter Präses Lamotte,
sehr geehrter Herr Prof. Beutler, liebe Unifreunde,
sehr geehrter Herr Prof. Müller, sehr geehrter Herr Prof. Treusch,
sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde der Wissenschaft,

ich bin gebeten worden, in ca. 8 Minuten über die Bedeutung der Alumni für die Universität, für die Wissenschaft und für den Standort Bremen zu sprechen. Als Alumnus der Universität Bremen ist es mir eine große Ehre und Freunde zugleich, Ihnen heute meine Gedanken hierzu mitteilen zu dürfen.

Mit zunehmender Aufklärung der Gesellschaft, - und ich bin diesbezüglich sehr optimistisch – nehmen auch die Bedeutung und der Einfluss der Wissenschaft in der Gesellschaft zu. In Bremen ist diese positive Entwicklung ganz besonders ausgeprägt.

Hier in Bremen und Bremerhaven haben wir eine ganz phantastische Wissenschaftslandschaft, bestehend aus leistungsfähigen Hochschulen und weit über die Grenzen unserer Städte hinweg anerkannten Instituten.

Und meine Universität befindet sich mittendrin.

Aber was macht diese wissenschaftlichen Einrichtungen – und ich spreche hier heute für die Alumni der Universität Bremen – was macht die Universität Bremen eigentlich aus?

Da ist zum einen die Geschichte unserer heute 40 Jahre alten Universität; sicherlich nicht unumstritten, aber – wie ich meine – ein ganz wichtiger Teil der aus heutiger Sicht exzellenten Entwicklung.

Da sind zum anderen natürlich die Lehrinhalte und die Forschungsthemen, die sich in den letzten Jahren verstärkt in Richtung „Ingenieurswissenschaften“ verschoben haben, was ich grundsätzlich begrüße. Allerdings dürfen auch die Geistes- und Sozialwissenschaften nicht vernachlässigt werden. Für mich bleiben in diesem Zusammenhang der hohe Anspruch an Interdisziplinarität sowie maximale Nutzungsmöglichkeiten des „Studium Generale“ wichtige Bausteine einer Alma Mater.

Und das sind drittens – und jetzt komme ich zum für mich wichtigsten Punkt – die Menschen, die die Universität ausmachen.

Das sind die Wissenschafter, die Mitarbeiter, die Studenten – und eben auch in ganz besonderem Maße die Alumni. Anders als die erstgenannten wichtigen Akteure unserer Universität wirken die Alumni viel stärker von außen auf ihre Alma Mater ein. Aber als Gewächse ihrer Universität wirken sie vor allem außerhalb der Universität als Botschafter und Vermittler für ihre Universität.

An dieser Stelle möchte ich Ihnen die herzlichen Grüße unseres Vorsitzenden, Herrn Dr. Tim Nesemann, übermitteln, der heute aufgrund einer Terminkollision leider nicht dabei sein kann. Neben Herrn Dr. Nesemann und mir sind im Vorstand weitere engagierte Personen aktiv. Das sind in alphabetischer Reihenfolge: Herr Dr. Reinhard Ahlers, Herr Christoph Sodemann, Frau Dr. Katharina Vatsella, Herr Dr. Mathias Witt, Herr Michael Wolff, Frau Zion Yirga. Auch von diesen – und von unserer Geschäftsführerin, Frau Sigrid Schneider-Gerwien, darf ich Ihnen herzliche Grüße übermitteln.

Die meisten der genannten Personen sind bereits seit der Gründung unserer Almuni-Organisation in Form eines eigenständigen Vereins im Jahre 2006 aktiv dabei, nachdem unter dem damaligen Rektor Timm im Jahre 1998 damit begonnen wurde, die Alumnniarbeit systematisch aufzubauen.

Rektor Müller war es schließlich, der den Anstoß für eine – nach amerikanischen Vorbild – sich selbst verwaltende externe Struktur in Form eines Vereins mit heute mehr als 7000 Mitgliedern gab.

Der Alumniverein community bremen e.V. entwickelt sich seitdem gut und kontinuierlich im Sinne seiner Mitglieder und der Universität Bremen weiter. Die Arbeit im Vorstand ist von gegenseitiger Wertschätzung geprägt und macht mir persönlich sehr viel Spaß.

Die genannten Personen im Vorstand sind übrigens allesamt Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft und dort in ganz unterschiedlichen Funktionen aktiv. Auch hierin liegt ein ganz besonderer Charme. Als „externe“ Botschafter mit hoher Identifikation mit ihrer Alma Mater setzen sie sich ein für Themen wie Wissenschaftsfinanzierung, Wissenstransfer und allgemein das Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft.

Längst ist die bremische Wissenschaftslandschaft, und zwar in Bremen wie in Bremerhaven, zu einer ganz hervorragenden Basis auch für die wirtschaftliche Entwicklung geworden. Herr Bürgermeister Böhrnsen hat in seiner Rede hierauf bereits hingewiesen. Zahlreiche erfolgreiche Ausgründungen sind positive Beispiele hierfür.

Als Vertreter der Wirtschaft betone ich, dass dies nicht zu Lasten der Freiheit von Forschung und Lehre gehen darf, bin aber auch ganz zuversichtlich, dass dies nicht der Fall sein muss.

Mit Bezug auf die Zivilklausel wünsche ich mir, dass wir das Ziel der Konversion nicht aus den Augen verlieren. Die Universität Bremen muss dafür weiterhin mit den auch in der Wehrtechnik tätigen Unternehmen in für die Menschen und die Menschheit relevanten zivilen Bereichen forschen und entwickeln.

Ich möchte schließen mit einem persönlichen Dank an Prof. Wilfried Müller, der, wie auch schon sein Vorgänger im Amt des Rektors Prof. Jürgen Timm, als Leader eines erfolgreichen Teams, u.a. unter Mitwirkung des schon erwähnten Kanzlers Gerd-Rüdiger Kück, das Profil der Universität Bremen entscheidend geprägt hat. Ich wünsche mir, dass er – wenn auch nur für kurze Zeit – auch noch Rektor der „Exzellenzuniversität Bremen“ sein wird.

Als Alumnus dieser Bremer Universität bin ich aber schon heute stolz auf diese bereits jetzt exzellente Wissenschaftseinrichtung und betone ganz deutlich, dass das völlig unabhängig vom Ausgang der Exzellenzinitiative auch so bleiben wird.

Zuletzt möchte ich auch den unifreunden für ihr vorbildhaftes Engagement danken und wünsche allen Anwesenden eine ebenso erfreuliche wie spannende Zukunft – vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 

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Grußwort von Herrn Petar Perkovic, Präsident der Jacobs University Alumni Association

 

Good evening!


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Böhrnsen, herzlichen Dank für Ihre erneute Gastfreundschaft in
diesem wunderschönen Rathaus,
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Beutler, vielen Dank für Ihre Einladung und all Ihre Unterstützung,
Liebe Freunde der beiden Bremer Universitäten, herzlich willkommen!


Dank meines Namens, meines Aussehens und meines etwas anderen Akzents, werde ich oft gefragt:
“Wo kommen Sie eigentlich her?”


Und auf den ersten Blick ist es eine ganz einfache Frage. Nur, nach mittlerweile elf Jahren weg vom
eigentlichen Zuhause, einem Studium an einem Ort mit über 100 Nationen, einem Arbeitsplatz der
für zwei Auslandsversetzungen und tausende Flugstunden gesorgt hat, ist sie gar nicht so einfach zu
beantworten.


Allerdings habe ich mich dabei erwischt dass meine spontane Antwort immer lautet: „Ich komme aus
Bremen“. Meist folgt dann ein leicht verwirrter Blick, den ich mittlerweile zu deuten gelernt habe,
und dann füge ich hinzu: “...ursprünglich komme ich aber aus Serbien.”
Nach Deutschland gekommen bin ich in 2001, um mein Studium an der damals International
University Bremen zu absolvieren, heute Jacobs University, oder wie sie manchmal von Taxifahrern
genannt wird “diese komische Uni in Bremen-Nord”.


Mein Plan war klar! Meinen Abschluß machen, und dann wahrscheinlich ab nach Amerika: New York,
Chicago, vielleicht San Francisco oder eventuell London. Elf Jahre später wohne ich in Bremen, und
arbeite in Verden an der Aller. So weit zu dem Thema.


Aber ich bin immer wieder nach Bremen zurückgekehrt, weil ich mich hier zu Hause fühle. Und
ähnlich geht es auch weiteren 1,300 Studenten aus 111 Ländern die in diesem Moment Ihr Studium
an der Jacobs University absolvieren, aber auch über 100 Ehemaligen die in Bremen geblieben sind.


Apropos Ehemalige, seit letztem Jahr habe ich die Ehre der Jacobs Alumni Association, der
ehemaligen Vereinigung als Präsident vor zu stehen.


Wir sind eine junge Organisation, da unsere ältesten Mitglieder gerade erst vor sieben Jahren ihren
Abschluss gemacht haben. Jedoch sind wir eine rasant wachsende und sehr engagierte Vereinigung,
der über 80% der Ehemaligen beitreten und aktiv beitragen.


Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, und fühlen uns unserem “Home Away From Home”,
Bremen und der Jacobs University verpflichtet.


Als unsere Universität dieses Jahr das 10-Jährige Jubiläum gefeiert hat, machten die ersten zwei
Jahrgänge ein kleines, aber bedeutsames Geschenk – zwei Alumni Stipendien. Dank diesen
Stipendien haben zwei beeindruckende junge Damen, Eva aus Kenia und Katharine aus Australien,
diesen September Ihr Studium an der Jacobs University angefangen.


Zugegeben, das sind noch keine Millionen, aber es ist ein großartiges Zeichen und Anfang einer
Tradition. An demselben Tag an dem diese zwei Stipendien überreicht wurden, hat sich der Jahrgang
2006, der zugleich sein 5-Jähriges Jubiläum gefeiert hat, dazu verpflichtet, ein eigenes Stipendium zu
stiften.


Und ich bin mir sicher, viel mehr wird folgen. Während unsere Absolventen Ihren beruflichen Weg
gehen, stellen wir sicher, dass die Verbindung zu ihrer Alma Mater gestärkt wird.
Im April fliege ich zum Beispiel nach Boston, wo sich im dritten Jahr in Folge über 50 in Nord Amerika
lebende Alumni auf dem Campus der Harvard University treffen. Was als spontanes „get-together“
anfing, ist heute ein inspirierender Event mit Vertretern der amerikanischen Wirtschaft und Bildung.
Langsam aber entschlossen, tragen unsere Alumni den Namen Bremens in die Welt hinaus.


Ich weiß, es gibt momentan einige nicht so einfache Debatten und Gespräche um die Jacobs
University. Und es ist wichtig diese zu führen.


Jedoch dürfen sie das Positive nicht überlagern.


Während wir heute hier stehen, laufen überall auf dem Globus, an den renommiertesten
Universitäten wie Harvard, Oxford, Cambridge sowie in den erfolgreichsten Unternehmen der Welt
über 2000 leidenschaftliche Botschafter Bremens, die die Jacobs University hervorgebracht hat.


Und hier zuhause, dank der Zusammenarbeit der Jacobs University und der Universität Bremen,
wächst und gedeiht ein interkultureller Wissenschaftsstandort wie ihn normalerwiese nur viel
größere Städte kennen...und das ist es, was am Ende zählt. Und deshalb bin ich mir sicher, es kann
nur ein erfolgreiches, exzellentes Jahr 2012 werden!


Vielen Dank!

 

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